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Diese Aufnahme dokumentiert ein besonders eindrucksvolles Himmelsereignis: eine totale Mondfinsternis, wie sie in den frühen Morgenstunden über Mitteleuropa zu sehen war. Am Gaisberg bei Salzburg, auf über 1.200 Metern Höhe, bot sich ein ungestörter Blick auf das seltene Schauspiel, das am 04. April 2015 stattfand – mitten in der Stille der Morgendämmerung.
Während der Totalitätsphase tauchte der Mond vollständig in den Kernschatten der Erde ein. Dabei wurde er nicht unsichtbar, sondern leuchtete in einem speziellen, rötlichen Licht, das durch die Erdatmosphäre in den Schattenbereich gestreut wird – ähnlich wie bei einem Sonnenuntergang, nur auf globaler Skala. Diese Färbung verleiht dem Mond seinen volkstümlichen Namen: „Blutmond“.
Die Farben reichen von kupferrot bis tiefrot, je nach Zustand der Atmosphäre (z. B. Staub oder Vulkanaerosole). In dieser Aufnahme erscheint der Mond in einem zarten, warmen Kupferton, aufgenommen kurz nach Beginn der Totalität um 04:11 Uhr MESZ. Die Erdschattenkante ist noch schwach angedeutet, was die plastische Wirkung des Mondes verstärkt und den Moment besonders eindrucksvoll macht.
Mondfinsternisse wie diese entstehen, wenn Sonne, Erde und Mond exakt in einer Linie stehen – ein seltener Moment kosmischer Geometrie, der nur bei Vollmond und bei passender Bahnneigung des Mondes zur Ekliptik auftreten kann. Im Gegensatz zu Sonnenfinsternissen sind Mondfinsternisse über weite Gebiete sichtbar und lassen sich gefahrlos mit bloßem Auge beobachten.
Aufnahmedaten:
Datum: 28.09.2015, Die Aufnahme entstand kurz nach Beginn der Totalitätsphase um 04:11 Uhr MESZ
Ort: Gaisberg/Salzburg
Autor: Rochus Hess
Teleskop: 8" f/4 Newton von Teleskop Austria (Newton ohne Namen), Pal Guylay Korrektor
Kamera: Moravian G2 8300FW
Montierung: G53F von Gemini
Bel.Zeit: 2 : 5 : 5 : 5 sec. LRGB
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