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Messier 45, besser bekannt als die Plejaden oder das Siebengestirn, ist einer der bekanntesten und auffälligsten offenen Sternhaufen am Nachthimmel. Er liegt im Sternbild Stier und ist etwa 440 Lichtjahre von der Erde entfernt – damit gehört er zu unseren kosmischen Nachbarn im interstellaren Raum.
Schon mit bloßem Auge sind mehrere seiner hellsten Sterne als kompaktes Grüppchen zu erkennen. In lichtarmer Umgebung lassen sich sechs bis neun Sterne deutlich ausmachen – mit dem Teleskop oder auf Fotos wird die wahre Fülle sichtbar: mehr als 1.000 Sterne, die gemeinsam aus einer einzigen Gaswolke entstanden sind. Das geschätzte Alter der Plejaden beträgt nur etwa 100 Millionen Jahre – sie sind also astronomisch jung.
Besonders auffällig und charakteristisch sind die feinen, bläulichen Nebelstrukturen, die den Sternhaufen umgeben. Dabei handelt es sich nicht um Reste des ursprünglichen Entstehungsnebels, sondern um interstellaren Staub, durch den die Plejaden derzeit hindurchziehen. Das Licht der heißen, blauen Sterne wird an den winzigen Staubpartikeln reflektiert, was zu dem zarten, silbrig-blauen Schimmer führt, der auf vielen Aufnahmen zu sehen ist.
Die Plejaden sind nicht nur ein beliebtes Objekt in der Astrofotografie, sondern auch kulturell tief verwurzelt: In vielen Mythen und Überlieferungen tauchen sie als Götter, Töchter, Schwestern oder Zeitgeber auf – von den Griechen über die Maori bis zu den Navajo.
Aufnahmedaten:
Datum: Dezember 2013
Ort: Postalm/Salzburg
Autor: Rochus Hess
Teleskop: 8" f/4 Newton von Teleskop Austria (Newton ohne Namen), Pal Guylay Korrektor
Kamera: Moravian G2 8300FW
Montierung: G53F von Gemini
Bel.Zeit: 14 x 10min Luminanz und je 7 x 10min RGB alles ungebinnt
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